Stärkung von Innovation und Wissenstransfer in der Region
WMG wird neuer Partner im interkommunalen Kooperationsprojekt „InnoREG“
Wolfsburg, 02.09.2026 – Ab sofort beteiligt sich die Stadt Wolfsburg mit der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) am regionalen Förderprojekt „InnoREG“ und setzt damit ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts. Ziel des Projektes ist es, das Innovationspotenzial kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in Wolfsburg durch den gezielten Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken.

Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Herausforderungen und Fragestellungen der Unternehmen. Mithilfe des Förderprojektes sollen passende wissenschaftliche Kompetenzen und Forschungspartner identifiziert und neue Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen angestoßen werden. Thematische Schwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Prozessoptimierung und Nachhaltigkeit.
„Mit unserem Standortkonzept 2035+ verfolgen wir das klare Ziel, Wolfsburgs Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft weiter auszubauen. Entscheidend dafür sind starke Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. InnoREG schafft insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen einen niedrigschwelligen Zugang zu wissenschaftlicher Expertise und setzt damit wichtige Impulse für die nachhaltige Entwicklung des Standorts und der gesamten Region“, sagt Dennis Weilmann, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg.
Carsten van de Loo, Geschäftsführer der WMG, ergänzt: „InnoREG setzt dort an, wo Unternehmen vor konkreten Herausforderungen stehen: Gemeinsam mit Forschenden können sie praxisnahe Lösungen entwickeln. Als WMG unterstützen wir diesen Austausch und ergänzen ihn durch weitere Angebote – wie dem entstehenden Start-up-Zentrum, das neue Ideen, Gründungen und Kooperationen in Wolfsburg voranbringt. Das hilft beiden Seiten – Wirtschaft und Forschung – und bringt junge Ideen schneller in den sogenannten „Ramp Up“, also die marktreife Skalierung einer Innovation.“
Im Fokus des Projekts steht mit sogenannten Innovationsscoutings ein innovativer Ansatz. Konkret bedeutet dies, dass zwei Innovationsscouts in enger Abstimmung mit den teilnehmenden Wirtschaftsförderungen Unternehmen, insbesondere KMU sowie andere Organisationen wie soziale Einrichtungen, kontaktieren und vor Ort besuchen. Dort analysieren sie den individuellen Innovationsbedarf und zeigen konkrete Möglichkeiten für Kooperationen mit den Hochschulen auf.
Professor Arno Kwade, Vizepräsident für Transfer und Innovation der TU Braunschweig, betont: „Innovation entsteht dort, wo Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenkommen. Diesen wechselseitigen Wissensaustauch wollen wir gezielt fördern“. Frau Dr. Laura Jess, Leiterin des Transferservice der TU Braunschweig erläutert: „Über InnoREG werden wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen für Unternehmen überführt und zugleich neue Impulse aus der Praxis in die Hochschulen einfließen, um dort Entwicklungs- und Innovationsprozesse zu starten.“
Mit der Beteiligung an „InnoREG“ zahlt die Stadt gezielt auf ihre strategischen Ziele ein und macht das im „Zukunftskonzept Wissenschaft“ als priorisierte Maßnahme verankerte Innovationsscouting ab sofort für die Unternehmen vor Ort nutzbar. Gemeinsam mit der WMG wird das Engagement für die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft erweitert. Das Projekt trägt dazu bei, vorhandene Potenziale in der Region besser zu nutzen und neue Kooperationen anzustoßen.
Über InnoREG
„InnoREG“ ist ein gemeinsames Projekt der Technischen Universität Braunschweig, der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie der Städte Braunschweig und Wolfsburg und der Wirtschaftsförderungen aus Salzgitter und Gifhorn. Das zunächst auf drei Jahre angelegte Vorhaben ist Teil der „Zukunftsregion Südostniedersachsen“ und wird unter anderem aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Projektträger ist die Technische Universität Braunschweig.